|
Eine große Unzufriedenheit, oft gar tiefe Verärgerung vermittelten viele Sielminger Bürgerinnen und Bürger im Gespräch mit unseren Fraktionsmitgliedern beim Herbst - Krämermarkt. Wie wir auch schon im Titel-Layout unseres Marktflyers angedeutet hatten, dreht sich das Geschehen um die Neugestaltung des Rathausplatzes nur im Kreis und ist ein einziges großes Fragezeichen. Wie schon so oft in der Politik wurde auch hier von der Verwaltungsspitze ein voller Inbrunst gegebenes Versprechen gebrochen und als ehrenamtlich engagierte und agierende Gemeinderäte muss man sich wirklich fragen, wie lange man eine solche Missachtung politischer Kräfte und vor allem der Bürgerinnen und Bürger noch hinnehmen muss. Es ist an der Zeit, dass endlich etwas geschieht !
|
|
Im Rathaus, 1. Stock, sind die Pläne der drei Architektur-Büros ausgestellt. Einen Link zum virtuellen 3-D-Rundgang finden Sie HIER
Bürgerversammlung - zum Ersten... Unter recht guter Beteiligung fand am 4.6. die erste Runde der neuen Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung des Sielminger Rathausplatzes statt.
Sielmingerinnen und Sielminger, Bürgerinnen und Bürger aus den anderen Stadtteilen und natürlich eine Vielzahl Gemeinderätinnen und Gemeinderäte hatten Gelegenheit, sich noch einmal über die in den vergangenen Jahren vom Sielminger Michael Ruess und der bisherigen Bürgerbeteiligungsgruppe erarbeiteten Pläne zu informieren. Gleichzeitig stellten zwei weitere Planungsbüros aus Stuttgart erste, in der Kürze der Zeit allerdings verständlicherweise noch nicht ansatzweise ausgereifte Ideen vor.
Für jeden Anwesenden wurde dabei erkennbar, dass die vorliegenden Pläne auf der Basis einer äußerst gründlichen und tiefgehenden Analyse erstellt wurden und das daraus folgernde Ergebnis zu einer sehr durchdachten Aufwertung des Platzes selbst, aber auch der an- und umliegenden Gebäude führt. Bei der von Michael Ruess streckenweise auch sehr emotional vorgestellten Präsentation sollte selbst dem verknöchertsten Realisten das ‚Herzblut eines Sielmingers’ nicht entgangen sein.
Erstaunlich war für uns, dass gerade die ‚vehementen Gegner’ der bestehenden Pläne und Urheber der Neuauflage zwar anwesend aber auffällig still waren. Keinerlei Vorwürfe gegen Art und Weise des früheren Planungsverfahrens, keine Bekräftigung oder Rechtfertigung des neuen Verfahrens. Wir empfanden dieses Stillschweigen als äußerst angenehm und unterstellen natürlich in keinster Weise, dass mancher lieber im Geheimen oder in der Tagespresse agiert, als seine Meinung vor einem großen Forum zu vertreten und zu diskutieren.
Was aber brachte der Abend nun wirklich Neues?
Der Erhalt des ‚Bührer-Hauses’ in seiner heutigen Form wird auch von den neuen Planungsbüros eher kritisch gesehen. Bausubstanz und Raumhöhen würden auf jeden Fall eine sehr aufwendige und teure Sanierung erforderlich machen und auf die vom Planungsbüro Schneider mehrfach gestellte Frage, wie denn das Bührer-Haus künftig überhaupt genutzt werden solle, blieben alle Anwesenden eine Antwort schuldig. Selbst die erfahrene Stadtplanerin Dönig-Poppensieker konnte oder wollte hierzu nichts sagen.
Deutlich erkennbar war jedoch aus den Wortmeldungen und auch an der Stärke des Applauses zu Wortmeldungen, dass es sicherlich eine starke Gruppe für den Erhalt des Bührer-Hauses gibt, sich aber der weitaus überwiegende Teil der anwesenden Bürgerinnen und Bürger, sowohl ältere wie aber besonders jüngere, für einen Abriss und damit für eine einladende und freundliche Öffnung des Platzes aussprachen.
Insgesamt hat der Abend die Haltung der Freien Wähler nur bekräftigt. Wir sind sehr auf den weiteren Fortgang gespannt.
|